Zum Inhalt springen

Institutional Visit zum BAG Erfurt 2017

Am Dienstag, den 23. Mai 2017 waren wir, die ELSA Hannover e.V. Hochschulgruppe,  in Erfurt beim Bundesarbeitsgericht. Unser Tag begann leider mit einer Zugverspätung, was dazu führte, dass wir aufgrund eines verpassten Anschlusszuges die für den Vormittag angesetzten Verhandlungen im BAG nicht ansehen konnten.

In Erfurt angekommen aßen wir zunächst Mittag um uns zu stärken für das folgende Programm. Wir liefen dann durch die historische Altstadt hinauf auf den Petersberg, auf dem sich das BAG befindet.

Dort begrüßte uns eine Mitarbeiterin und wir bekamen zunächst eine Hausführung. Uns wurden dabei gute Einblicke in den Arbeitsalltag gezeigt, da das Gebäude schon als Gericht geplant wurde und somit äußerst funktional ist im Gegensatz zu älteren Gebäude, die lediglich zu Gerichtszwecken heute genutzt werden.

RiBAG Dr. Kiel nahm sich anschließend an die Hausführung noch über eineinhalb Stunden Zeit um uns die Tätigkeitsweise des Gerichts, dessen Struktur und Aufbau zu erklären. Dabei ließ er viele bekannte Entscheidungen des BAG mit einfließen und sorgte dafür, dass die Bedeutung des Arbeitsrechts für uns deutlich wurde. 

Im Anschluss an den Besuch beim BAG liefen wir über die Festung des Petersberges zurück in die Innenstadt, manche von uns machten Halt am Dom und schauten sich diesen an. Nach gemeinsamer kurzer Freizeit und Stadterkundung traten wir dann am Abend den Rückweg nach Hannover an – zum Glück ohne Verspätung.

Verfasst von stud. iur. Madlen Hesse, ELSA Hannover e.V.

 

 

 

Study Visit Vilnius 2017

Sveiki! – Unser Study Visit nach Vilnius

 Am Samstag, den 1. April 2017 machten sich 15 hannoversche Jurastudenten verschiedenster Semester auf den Weg in die Hauptstadt Litauens, Vilnius, auch als „Rom des Ostens“ bekannt. Der Samstag und Sonntag waren dann auch der Stadterkundung vorbehalten, bei der wir von Augustė von ELSA Vilnius begleitet wurden.

Am Montag startete das akademische Programm mit einem Besuch des Verfassungsgerichts der Litauischen Republik. Nach einer Führung erhielten wir einen Einblick in die Arbeit des Gerichtes. So sind beispielsweise keine Individualverfassungsbeschwerden möglich. Am Nachmittag besuchten wir die Kanzlei bnt, wo uns ein deutscher Rechtsanwalt, der seit Jahren in Litauen arbeitet, einen Einblick in das litauische Privatrecht gab und über seine Erfahrungen hinsichtlich der anwaltlichen Tätigkeit im europäischen Ausland berichtete. Besonders überrascht waren wir, als er uns berichtete, dass in Litauen nur sehr wenige Jurastudenten tatsächlich Volljuristen werden: Über 90 Prozent der Teilnehmer eines Prüfungsdurchganges bestehen die Abschlussprüfungen nicht.

Am Dienstag stand vormittags ein Besuch bei der Juristischen Fakultät an. Der Dekan empfing uns zu unserer Überraschung mit einem Vortrag auf Deutsch: Sein Jurastudium hatte ihn auch nach Deutschland geführt. Daraufhin wurden wir noch von zwei Studenten durch die Fakultät geführt, wobei auf uns insbesondere das architektonisch auffällige Bibliotheksgebäude Eindruck machte.

Am Dienstagnachmittag hatten wir einen Termin bei der litauischen Notarkammer, wo uns die uns die Aufgaben eines Notars in Litauen näher gebracht wurden. Bemerkenswert ist, dass anders als in Deutschland Urkunden nicht noch einmal verlesen werden.

Am Abend besuchten wir dann noch ein Restaurant, das typisch litauische Gerichte anbietet. Hier bestellten sich viele „Cepelinai“, mit Fleisch gefüllte Kartoffelklöße. Zur Überraschung Augustės schmeckten diese aber allen – für die portugiesische ELSA-Gruppe, die vor uns in Vilnius zu Besuch war, waren sie wohl überhaupt nichts.

So klang eine erlebnisreiche und überraschend warme Woche in Litauens Hauptstadt aus und am Mittwochmorgen bestiegen wir den Flieger zurück nach Deutschland.

 

 

 

Study Visit Wien 2015

 

Wir, die ELSA Hannover, haben im Rahmen unseres jährlich stattfinden Study Visits, eine 5-tätige Reise nach Wien unternommen. Der Study Visit wird regelmäßig von aktiven Mitgliedern gestaltet und sowohl von der Fakultät als auch von der ELSA Hannover selbst subventioniert, sodass wir Studierenden und Vereinsmitgliedern die Möglichkeit bieten können, möglichst günstig das europäische Ausland zu bereisen, ein Netzwerk aufzubauen und sich kulturell zu informieren. Unsere Fahrt in diesem Jahr führte uns nach Wien, wo wir zunächst die Vereinten Nationen besuchten. Nach einer Besichtigung der „UNO City“, einer kleine Stadt, die allein dem Schaffen und Wirken der Beschäftigten dient und einem Essen in der Kantine, die eine Vielzahl von internationalen Gerichten anbietet, informierten uns juristische Mitarbeiter über ihre Arbeit in den diversen Projekten der UN, insbesondere UNCITRAL (Abteilung für internationales Handelsrecht) und UNODC (Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung). Gemeinsam mit einer französischen Gruppe von Studenten aus Paris erhielten wir einen Einblick in die Arbeitsweise der UN-Mitarbeiter und mögliche Tätigkeitsfelder für (angehende) Juristen. Auch gehört zu unseren Besuchen im europäischen Ausland das Knüpfen von neuen Kontakten und der Austausch mit anderen Fakultätsgruppen. Gemeinsam mit ELSA Wien entdeckten wir die Unterschiede in Studium und juristischer Ausbildung - auch der Spaß kam bei einem Glas Bier natürlich nicht zu kurz. Abgerundet wurde das akademische Programm mit einem Besuch der juristischen Fakultät und einem Austausch mit Frau Professorin Perthold, die uns neben einem Einblick in das juristische Studium in Österreich auch die Schwierigkeiten ihres Berufsalltags schilderte und sich unsere Berichte über die niedersächsische Studienordnung anhörte. Das Treffen endete mit einem Rundgang durch das imposante Gebäude, geplant in den 60er Jahren und fertiggestellt im Rahmen der 80er, dass „schwebend“ auf Pfeilern ruht und aus dem sechsten Stock einen Blick auf Wien bietet. Im Anschluss referierte Professor van Husen in seiner Vorlesung zum Vereins- und Stiftungsrecht und bezog uns und unser (in diesem Gebiet eher weniger vorhandenes) Wissen rechtsvergleichend in seine Ausführungen ein. Das traditionsreiche Hauptgebäude der Universität haben wir im Anschluss auf eigene Faust erkundet; insbesondere der malerischen Innenhof bietet den lokalen Studenten Gelegenheit zur Entspannung. Neben dem akademischen Programm blieb die Freizeit nicht zu knapp, denn in Wien gibt es eine Menge zu besichtigen: Von der Innenstadt aus, die mit imposanten Gebäuden beeindruckt, lässt sich die Stadt wunderbar zu Fuß erkunden. Das Schloss Schönbrunn lässt die Geschichte der Habsburger lebendig werden und Volksgarten und Donauinsel laden zum Verweilen im Grünen ein. Das Wiener Nachtleben bietet etwas für jeden Geschmack, wer das nötige Kleingeld hat, kann dort ausgelassen feiern. Wir hatten eine tolle Woche, danken allen Beteiligten, die uns in der Planung und Ausführung unterstützt haben, der ELSA Wien für super Tipps und den Fakultäten in Wien und Hannover. Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Reise geben.